Textbühnenvorstellung: Richard Weber (Autor)

„Ich bin Papst. Ist man auch Papst, wenn man tot ist? Ich bin, nein, war Stellvertreter Gottes auf Erden und ich bin ganz und gar … Nichts passiert. Ich bin hier, tot, ganz eindeutig, kein Zweifel und nichts passiert. Mucksmäuschenstill … Mein Herz schlägt nicht. Es muss doch jetzt bald mal einer kommen und mich…
Ich bin, nein, war Papst und … Soll ich beten? Vielleicht ist das der Grund, warum ich noch da bin. Weil ich beten soll?“

Richard Weber, 45, lebt in Mainz. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke, eigentlich alles, wie er sagt. Selbst an Gedichten hat er sich mal versucht…

Als Theatermacher, sagt Richard, sei es vielleicht eine logische Konsequenz das zu schreiben, was er inszeniert, anstatt das, was andere schreiben und er selbst immer „dooof“ fand. Möglicherweise hat es mit seiner Ballettausbildung zu tun, bei der naturgemäß das Schreiben eine untergeordnete Rolle spielt. Vielleicht auch mit seiner Deutschlehrerin im Gymnasium in Wien, die ihn zwei Mal sitzen lassen wollte. Demnächst (Herbst oder Frühjahr) wird sein Roman „Schmetterlinge im Schrank“ veröffentlicht.

Eines von Richards kurzen Theaterstücken wird auf der Textbühne #4 szenisch gelesen!