„Neulich wurde ich angeschossen. Es war kein Hinterhalt. Es kam auch nicht überraschend. Vielmehr war es so, dass ich die Waffe aus der Hand gab. Es war meine Entscheidung, dass der Abzug gedrückt wurde.
Monatelang zog ich die Blutspur in den Straßen hinter mir her. Kaum sichtbar für andere. Als Mahnmal für mich selbst. Ich hatte mich sehr gut in diese Situation eingelebt. Die Wände um mich herum mit dem Sekundenkleber aus meiner Schreibtischschublade befestigt. Zum Wunden kitten half er weniger, doch daran war ich auch nicht interessiert. Manchmal balanciert es sich am Abgrund sicherer. Manchmal ist es das Einzige, das ein bisschen hilft.“

Sabrina Albers lebt in Speyer und gibt dort gemeinsam mit Kai Kraus und Jochen Fuchs die Literaturzeitschrift „Kettenhund – Magazin für Literatur“ heraus. Im Rahmen dessen veranstaltet sie regelmäßig Lesungen und Ausstellungen.

Sie kam zum Schreiben, weil sie die Dinge um sich herum verstehen lernen wollte. Daher handelt ein Großteil ihrer Texte von der Vergänglichkeit des Lebens und der Liebe. Bisher las sie bei der Gruppe Z7 in Speyer, bei einer Lesung im Rahmen des Martha-Saalfeld-Förderpreises und bei verschiedenen Kettenhund-Veranstaltungen.

Ihr Erzählband „Der Nebel in mir“ soll im Sommer 2016 veröffentlicht werden.

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Wir freues uns, dass Sabrina ihre Texte mit nach Mainz bringt, zur Textbühne #11!

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